Toyota GT86 - Sechs Unikate für Goodwood

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Sechs GT86 in historischem Rennlook
- Probefahrten in Goodwood möglich
- Erinnerungen an Rallye- und Rennautos




Speziell für das diesjährige Goodwood Festival of Speed erstellte Toyota Großbritannien sechs einzigartige GT86, die im Stil legendärer Rallye- und Rennfahrzeuge der hauseigenen Motorsportgeschichte lackiert und foliert wurden. Damit möchte der Importeur die Zugehörigkeit des aktuellen Sportcoupés zur Historie betonen. Im Rahmen der Moving Motor Show in Goodwood am 25. Juni können Interessenten die Unikate auf einem abgesteckten Kurs, der den berühmten Bergrennkurs beinhaltet, probefahren. Anschließend sind sie Bestandteil des Toyota-Displays und bewerben die beliebte GT86 Drift Experience.

Die sechs Fahrzeuge im Überblick:
Yatabe Speed Trial 2000 GT
1966 errang ein gelber Toyota 2000 GT mit grün lackierter Motorhaube bei einem 72-stündigen Dauertest diverse neue Geschwindigkeitsweltrekorde auf dem Yatabe Testgelände in Japan. Die Rekorde konnten erst einige Zeit später teilweise durch einen Porsche 911 R zurückgeholt werden.
Shelby 2000 GT
Pünktlich zur Markteinführung des 2000 GT in Japan baute Carroll Shelby drei Exemplare für die CP-Kategorie der SCCA-Rennserie um. Diese wurden weiß lackiert und erhielten eine Motorhaube sowie Zierstreifen in Blau metallic. Ziel war es, die Wettbewerbsfähigkeit des japanischen Sportwagens gegenüber europäischen und amerikanischen Fahrzeugen aufzuzeigen. In der Saison 1968 gelangen den Fahrern Dave Jordan und Scooter Patrick einige Siege.
Ove Andersson's Celica 1600 GT
1972 ging Ove Andersson mit einem Celica 1600 GT an den Start der RAC Rally in Großbritannien. Mit diesem Einsatz bereitete er den Weg für die Gründung des Toyota Team Europe, das unter seiner Leitung jahrelang die Werks-Rallye-Einsätze leitete und schließlich in die heutige Toyota Motorsport GmbH mit ihren Formel-1- und Sportwagen-WM-Rennern mündete. Die Celica erhielt damals eine rote Lackierung mit typischerweise mattschwarz lackierter Motorhaube. Andersson belegte damit seinerzeit den neunten Gesamtrang und gewann seine Klasse.
IMSA GTU Celica
Unter dem in den USA weitbekannten TRD-Logo (Toyota Racing Developments) startete von 1983 bis 1985 die Toyota Celica in der IMSA GT-Serie. Eingesetzt wurden die Fahrzeuge von Dan Gurney's All-America Racing Team. Bekannt geworden sind sie vor allem durch ihre weiße Lackierung mit rot-orange-gelben Streifen entlang der Seitenpartie und auf der Motorhaube.
Castrol Celica GT-Four WRC
Mit dem Beginn der Gruppe A in der Rallye-WM gehörte Toyota zu den ständigen Anwärtern auf den Titel. Die Duelle gegen den Lancia Delta sind vielen Fans bis heute ebenso unvergessen, wie die legendäre Lackierung in den Hausfarben von Ölpartner Castrol. Auf den weißen Karossen der Celicas fanden sich grüne und rote Flecken. Die 1994 vorgestellte Celica GT-Four wurde im Folgejahr bei sieben Events eingesetzt und fuhr dabei siebenmal auf das Podium - inklusive einem Sieg von Didier Auriol bei der Korsika Rallye.
Esso Ultron Tiger Supra JGTC
Hierzulande beinahe unbemerkt findet in Japan seit Jahrzehnten die japanische Sportwagenmeisterschaft JGTC mit interessanten Teilnehmerfahrzeugen statt. Darunter befand sich von 1995 bis 2006 die letzte Generation der Toyota Supra. Damit gingen die Renneinsätze dieses Modells weit über den Produktionszeitraum hinaus - dieser endete bereits 2002. Eine der beliebtesten Farbgebungen unter den Toyota-Fans war der Tiger-Look des Esso Ultron Teams.

Quelle: Toyota