Ford GT - Die Rückkehr nach Le Mans

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Ford GT kommt zurück nach Le Mans
- tritt in LM GTE Pro Kategorie an
- 2 Autos in WEC, 4 in Le Mans 2016




Bereits seit einigen Wochen hielt es sich als hartnäckiges Gerücht in der Autoszene, nun ist es bestätigt worden: Ford kehrt im kommenden Jahr mit dem neuen GT auf die Rennstrecke und vor allem nach Le Mans zurück. Pünktlich zum sechzigsten Jubiläum des ersten Sieges an gleicher Stelle mit dem Ur-GT. Drumherum wird ein Werksrennprogramm sowohl in der FIA World Endurance Championship (WEC) und in der nordamerikanischen TUDOR United SportsCar Championship mit jeweils zwei Fahrzeugen in Zusammenarbeit mit dem Chip Ganassi Racing-Team geplant.

Die Vorstellung des neuen Rennfahrzeugs fand passenderweise im Rahmen des diesjährigen 24-Stunden-Rennens in Le Mans statt. Hier, wo der Ford GT 1966 mit einem Dreifachsieg seinen Legendenstatus begründete und, damit nicht genug, in den drei folgenden Jahren ebenfalls siegreich über die Ziellinie rollte, soll also auch der neue GT seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen. Erste Erprobungsfahrten werden noch in diesem Jahr durchgeführt, da das Wettbewerbsdebüt bereits im Januar 2016 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona in Florida stattfinden soll. Während in den Rennserien jeweils Zweiwagenteams an den Start gehen, sind für den Le-Mans-Einsatz 2016 sogar vier Werksfahrzeuge eingeplant. Die Fahrerpaarungen werden später bekanntgegeben.

Basierend auf dem neuen Straßensportwagen, der ebenfalls ab kommendem Jahr verkauft wird, soll der Ford GT in der Kategorie LM GTE an den Start gehen und dort die Unterkategorie "Pro" bereichern, also mit Profi-Rennfahrern besetzt werden. Um in diesem harten Wettbewerberfeld bestehen zu können, werden Aerodynamik und Technikpaket entsprechend angepasst. Ford lässt sich an diesen Stellen verständlicherweise noch nicht zu tief in die Karten gucken, spricht aber von hohem Abtrieb bei gleichzeitig möglichst geringem Luftwiderstand sowie konsequentem Leichtbau durch die Verwendung von Carbon - also typischen Rezeptzutaten für moderne Rennfahrzeuge. Das 3,5 Liter große EcoBoost-V6-Turbotriebwerk erhält von Roush Yates die entsprechenden Feinarbeiten für den Motorsportbetrieb.
 
Mit dem Rennteam rund um Chip Ganassi hat man zudem einen absolut erfahrenen Partner ins Boot geholt. Neben Erfolgen mit Sportwagen errang das Team Siege bei den Nascar-Rennen der Daytona 500, Brickyard 400 und dem Champcar-Lauf Indianapolis 500. Auch das Triebwerk hat seit seiner Einführung in den Motorsport im Jahr 2014 bereits einige Erfolge eingefahren, darunter den Sieg bei den 12 Stunden von Sebring und beim 24-Stunden-Rennen von Daytona.

In einem ersten Video kündigt Ford die Rückkehr auf die Rennstrecke an der Sarthe auch mit einem kleinen Augenzwinkern am Ende an:

Quelle: Ford