Volkswagen Polo R WRC - 2 Norweger unter sich

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Mikkelsen und Svindal treten an
- auf Skiern und im VW Polo R WRC
- Ziel: Die abfahrende Fähre nach Hause




Dass Volkswagen durchaus Humor hat zeigt sich spätestens seit dem Einstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft immer wieder. Zu jedem WM-Lauf gibt es eine kurze Pressemeldung mit witzigen Anekdoten. Zudem nahm Weltmeister Sebastien Ogier mit seinem Arbeitsgerät an der Fernsehshow "Wetten dass...?" teil. Nun ist es sein Teamkollege, der Norweger Andreas Mikkelsen, der in seinem Heimatland auf einen Herausforderer traf. Gegen den Ski-Downhill-Weltmeister Aksel Lund Svindal trat er im Südwesten Norwegens an, um eine Fähre zu erreichen. Los ging es allerdings deutlich weiter oben auf einem Fjord.

Von dort aus zieht sich die weltberühmte Lyseveien-Straße herunter. Diese bietet auf 29 Kilometern beeindruckende 27 Haarnadelkurven, die von Mikkelsen zurückgelegt werden mussten, während Svindal seine Freeski anschnallte und den Abstieg über den Schnee des Gletschers erledigte. Dabei übersprang er an einer Stelle den mit mehr als 100 km/h unter ihm fahrenden Polo R WRC in spektakulärer Weise. Allerdings gab es im unteren Streckenbereich nicht mehr genügend Schnee, so dass Svindal zu Mikkelsen in den über 315 PS starken Polo stieg.

Mikkelsen war dabei von seinem neuen Beifahrer durchaus beeindruckt: "Aksel verstand sofort, worum es ging, und bemerkte wichtige Details, wie etwa, wenn der Wagen für eine Hundertstelsekunde den Grip verlor. Ich hätte Aksel liebend gern als meinen Co-Piloten. Aber dafür müsste er erst einmal ein bisschen Muskelmasse verlieren." - den letzten Satz brachte er mit einem breiten Grinsen hervor. In seiner Jugend gehörte auch Andreas Mikkelsen dem Ski-Alpin-Nationalteam von Norwegen an, entschied sich dann aber für eine Karriere im Motorsport. Auch Aksel Lund Svindal zeigte sich tief beeindruckt: "Ein unbezahlbares Erlebnis! Ich hoffe sehr, dass ich so etwas noch einmal erleben darf. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen eifersüchtig bin, dass Andreas Rallyes fahren darf."
 
Volkswagen Motorsport hat das ungleiche Duell in einem Video zusammengefasst, das durchaus sehenswert ist:

Quelle: Volkswagen Motorsport