Porsche 918 Spyder - Rot-weiß für Mark Webber

Geschrieben von Matthias Kierse. Veröffentlicht in News

- Besonderes 918-Exemplar für Webber
- Lackierung im Stil des 1970er 917K
- schwarze Bremssättel als Sonderwunsch



Obwohl die Produktion des Porsche 918 Spyder bereits seit einiger Zeit beendet ist, werden immer noch letzte Fahrzeuge an die wartenden Kunden ausgeliefert. Dies liegt üblicherweise an besonderen Extras, die nicht am Fertigungsband direkt eingebaut werden konnten, sondern nachträglich in der Exclusive-Abteilung montiert werden. Beim hier vorgestellten 918 kam ein weiterer Fakt hinzu: Sein neuer Besitzer Mark Webber sollte ihn zum Geburtstag bekommen.

Ganz geklappt hat das nicht, da Mark Webber zwar gestern 39 Jahre alt wurde, aber den Wagen bereits vorgestern in der Werkstatt des Porsche Museums in Stuttgart Zuffenhausen in Empfang genommen hat. Auch dafür gibt es einen guten Grund: Durch das WEC-Rennen am Nürburgring, bei dem Webber im 919 Hybrid an den Start gehen wird, musste er gestern bereits zu Vorbesprechungen und zum Training an der Rennstrecke in der Eifel sein. Hierfür nutzte er seinen neuen Straßenboliden als Reisefahrzeug.

Kennengelernt hatte Webber den 918 beim Festival of Speed in Goodwood 2014. Er war auf Anhieb von den Fahrleistungen begeistert und beschloss, ein solches Fahrzeug neben den bereits in der Garage stehenden 997 GT2 RS zu stellen. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige verfügbare Produktionsplätze und entsprechend wenige Baunummern, aus denen er wählen konnte. Seine Wunschnummer 278 war bereits vergeben. "Alle meine Porsche haben diese Kombination im Nummernschild", ließ Webber wissen, der mit diesen Zahlen sein Geburtsdatum verbindet. Am Ende wurde es beim Hybridsupersportwagen die Nummer 605 von 918 gebauten Fahrzeugen.

Bei der Gestaltung seines Wagens hatte Webber klare Vorstellungen. Vor 45 Jahren gewann Porsche mit dem vom Porsche-Salzburg-Team eingesetzten 917K erstmals das 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Die damalige rot-weiße Lackierung ist bis heute bei Autofans in aller Welt bekannt und diente nun als Inspiration für Webbers 918. Passend dazu startete in diesem Jahr einer von drei 919 Hybrid beim Langstreckenklassiker in Frankreich, an dessen Lenkrad unter anderem Mark Webber drehte.

Zusätzlich zur auffälligen Karosserielackierung in rot mit weißen Streifen erhielt Webbers 918 als eines von wenigen Kundenfahrzeugen schwarz lackierte Bremssättel hinter den ebenfalls schwarzen Leichtmetallrädern. Normalerweise erhielt der 918 Bremssättel im besonderen Farbton "Acidgreen", mit dem Porsche die hauseigenen Hybridfahrzeuge kenntlich macht. Auch die Schriftzüge sind sonst mit diesem Farbton schattiert, erhielten in Webbers Fall jedoch eine schwarze Hinterlegung.

Die erste Spritztour führte Mark Webber mit seinem 918 zu Teamkollegen Timo Bernhard in der Saarpfalz. Von dort aus ging es weiter zum WEC-Lauf am Nürburgring. Bei gutem Wetter soll zudem mindestens eine Runde auf der Nordschleife erfolgen. Im Anschluss daran wird der rote Bolide wohl in der Garage seines Ferienhauses in Südfrankreich ein trockenes Plätzchen finden.

Quelle: Porsche