Toyota S-FR Concept - Einstiegs-Sportwagen

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Konzept eines kompakten Sport-Coupés
- Front-Mittelmotor mit Hinterradantrieb
- Serienumsetzung durchaus denkbar



Auf der heimischen Messe, der Tokyo Motor Show, präsentiert Toyota mit dem S-FR Concept eine Sportwagenstudie, die quasi den Einstieg in die sportliche Autowelt unterhalb des bereits bekannten GT86 markieren könnte - wenn sie denn in Serie gehen sollte.

Bereits vor einiger Zeit gab es erste Gerüchte über einen Toyota-Sportwagen mit 1,5 Liter großem Vierzylindermotor und rund 130 bis 150 PS. Ob der S-FR nun eine Ankündigung für dieses Fahrzeug sein soll oder an diesem Gerücht am Ende gar nichts dran ist, bleibt abzuwarten. Die Japaner haben zur Konzeptstudie lediglich die Dimensionen der Karosserie angegeben, nicht jedoch die technischen Daten. Einzig die Tatsache, dass ein manuelles Sechsgang-Getriebe zum Einsatz kommen soll ist sowohl dem Pressetext als auch den Bildern zu entnehmen.

So erstreckt sich auf 3,99 Metern Länge und 1,69 Metern Breite ein durchaus attraktiv gestalteter Sportwagen. Beim Design haben es die ausführenden Gestalter gut verstanden sowohl eine gewisse Portion sportliche Aggressivität als auch ein gutes Maß Niedlichkeit gekonnt miteinander zu kombinieren. Speziell die Frontpartie mit dem grimmigen Blick der Scheinwerfer und dem großen Kühlergrill scheint den Verkehrsteilnehmern vor sich zurufen zu wollen: "Aus dem Weg, hier komm ich!"

Die restliche Karosserie zeigt sich mit langer Motorhaube inklusive Powerdome und kompaktem Passagierabteil. Das oberhalb der Köpfe leicht angehobene Dach ist in Schwarz lackiert, um einen Kontrast zur neongelben Lackierung des restlichen Fahrzeugs zu schaffen und geht optisch direkt in die relativ flach stehende Heckscheibe über. Am Heck wird der Diffusor mattschwarz in die Schürze bis zur Unterkante der Kofferraumklappe hochgezogen und integriert zudem das Auspuffendrohr. Runde LED-Rückleuchten schlagen in ihrer Gestaltung einen Bogen zu klassischen Sportwagen.

Konsequenter Leichtbau bei der gesamten Gestaltung der S-FR Studie sorgt für hervorragende Fahrwerte auch mit vergleichsweise geringer Leistung. Es verfügt zudem über das klassische Sportwagen-Layout mit dem Motor vorn hinter der Vorderachse und der angetriebenen Achse hinten, also "Front-Rear" oder kurz FR wie im Modellnamen. Damit bleibt man dem Konzept treu, das einst durch den Sports 800 und den 2000 GT in die Markengeschichte eingeschrieben und anschließend durch Fahrzeuge wie die Supra oder den GT86 fortgesetzt wurde.

Im Interieur sorgen zwei Sportsitze für ordentlichen Seitenhalt auf Landstraßen und Rennstrecken. Farblich wird die Gestaltung der Karosserie innen umgekehrt. Zum schwarzen Stoff auf Sitzen und Türpaneelen setzen Details in Wagenfarbe schöne Kontrastpunkte. Köcherartige Taschen verstauen Kleinkram bis hin zu Getränkeflaschen. Das Sportlenkrad ist mit Leder bezogen, erhielt neongelbe Ziernähte und einen quadratischen Multifunktionsschalter, der ebenfalls Neongelb eingefärbt wurde. Dahinter verbirgt sich ein digitales Display, das alle wichtigen Fahrzeuginformationen anzeigt.

An der Mittelkonsole befinden sich nur wenige Einstellknöpfe und ein kleines Display für die Belüftungs- und Klimatisierungsfunktionen in drei runden Elementen. Auf der Beifahrerseite befinden sich zwei USB-Anschlüsse sowie der schriftliche Hinweis auf die Bluetooth-Verbindung, die sich zwischen den Mobiltelefonen der Mitfahrer und dem Fahrzeug erstellen lässt.

Wenn es nach uns geht, muss an dieser Stelle der folgende Aufruf erfolgen: Bitte Toyota, traut euch den Wagen möglichst unverändert zu bauen - dann aber bitte auch mit Linkslenkung für den europäischen Markt.

Quelle: Toyota