Lister - Wiedergeburt einer Sportwagenmarke

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Lister baut seit den 50ern Sportwagen
- zuletzt bekannt durch den Lister Storm
- neuer Supersportwagen in Entwicklung

 

Der Name Lister ist vermutlich in Deutschland nicht jedermann geläufig. In Großbritannien sieht das anders aus. Bereits in den 1950er Jahren stellt das Team Lister immer neue Sportwagen auf die Räder, die in internationalen Rennen große Erfolge eingefahren haben. Anschließend gab es eine lange Pause, bis 1989 unter dem neuen Markeninhaber Laurence Pearce und unterstützt durch Firmengründer Brian Lister der XJS 7.0 V12 auf Jaguar-Basis entwickelt und verkauft wurde. Insgesamt entstanden 90 Exemplare dieses damals mindestens 115.000,- GBP teuren Sportwagens. In den 90er Jahren wendete sich Lister der FIA-GT-Rennserie zu und baute dazu den Storm mit Jaguar-V12-Triebwerk auf. Parallel dazu entstanden vier straßentaugliche Ableger zum Stückpreis von je 350.000,- GBP.

Seit Anfang 2013 läuft in Kleinserie der wiederaufgelegte Lister "Knobbly" vom Band, der sich am legendären Rennfahrzeug der 50er Jahre orientiert. Innerhalb von nur 12 Monaten wurden neun Exemplare verkauft und zudem die "Brian Lister Trophäe" ausgeschrieben, mit der der bestplatzierte Fahrer eines Lister im historischen Motorsport ausgezeichnet wird. In naher Zukunft möchte man jedoch auch in den Markt der Straßenfahrzeuge zurückkehren.

Ein hochentwickelter Supersportwagen soll es werden, der laut Angaben des Vater Lawrence und Sohn Andrew Whittaker, dem Management-Team hinter Lister, eine Spitzenposition in seinem Segment einnehmen soll. Bei einem Grundpreis von rund 2 Millionen britischen Pfund (aktuell rund 2,55 Millionen Euro) versteht es sich von fast von selbst, dass nur eine begrenzte Stückzahl angestrebt wird. Momentan ist man auf der Suche nach interessierten Investoren, die bei Entwicklung und Produktion des neuen Lister dabei sein möchten. Die ersten Zeichnungen wirken durchaus interessant, zeigen jedoch auf den ersten Blick eher einen sportlichen GT als einen reinrassigen Supersportwagen.


Quelle: Lister