Auto Union Rennwagen aus dem 3D-Drucker

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- 3D-Drucker wichtig für Auto-Industrie
- Audi baut Auto Union im Maßstab 1:2
- zukünftiger Einsatz für komplexe Teile

In der Automobilindustrie werden ständig neue Produktionsmethoden ausgetestet, um möglicherweise Prozesse zu verbessern oder Bauteile noch besser und kostengünstiger herstellen zu können. Aktuell wird vielfach die Entwicklung von sogenannten 3D-Druckern beobachtet. Diese Geräte erschaffen aus Kunststoff- oder Metallpulvern unter Zuführung von Strom dreidimensionale Gebilde. Hierfür nutzen sie CAD-Dateien, die vorher am Computer erstellt werden und die exakten Maße enthalten.

Im Werkzeugbau von Audi wurde nun ein Auto Union "Silberpfeil" Typ C von 1936 im Maßstab 1:2 gedruckt.
Für die Bestandteile der Metallkarosserie schmilzt ein Laser beim "selektiven Sintern" schichtweise metallisches Pulver mit Körnchengrößen zwischen 15 und 40 Tausendstel Millimetern. Ein menschliches Haar ist im Vergleich doppelt so dick. Beim 3D-Druck können auch hochkomplexe Formen gestaltet werden, die im traditionellen Guss oder durch Schweißen nicht erreicht werden könnten.

Inzwischen stellen Audi und der VW-Konzern spezielle Bauteile aus Stahl oder Aluminium mit 3D-Druckern her. Dabei liegt die maximale Größe pro Teil bei 240 Millimetern Kantenlänge und 200 Millimetern Höhe. Beim Druck wird im Übrigen eine höhere Dichte erreicht als im traditionellen Guss oder beim Warmumformen. Intelligentes Werkzeug inklusive permanenter Laservermessung sorgt für absolut akkurate Konturen im Blech.

Quelle: Audi