Mercedes-Maybach - Neuer Name für Exklusivität

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Neuer Name für exklusive Mercedes-Modelle
- Premiere zeitgleich in Los Angeles und Guangzhou
- auch bei anderen Modellen neue Nomenklatur

 

Vor rund zwei Jahren ging sie etwas klanglos unter, die große, altehrwürdige Marke Maybach. Zum Beginn des Jahrtausends wurde sie vom Daimler-Konzern mit einer luxuriösen Limousine wiederbelebt, aber so richtig Fuß fassen konnte man bei der angestrebten Klientel nicht. Offenbar ist der würdige Klang der Marke durch die lange Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg inzwischen verweht. Nun erfolgt eine erneute Wiederbelebung, allerdings nicht als gänzlich eigenständige Marke.

Allerdings wird es, analog zu den Sportmodellen, die jetzt unter dem Markennamen "Mercedes-AMG" angeboten werden, von jetzt an auch eine weitere Sub-Marke für die luxuriösesten und exklusivsten Modelle aus Stuttgart geben: Mercedes-Maybach. Als erstes Produkt unter diesem Titel wird noch in diesem Monat zeitgleich in Los Angeles und im chinesischen Guangzhou auf den Automessen das Tuch von der neuen S-Klasse im XXL-Format, dem Mercedes-Maybach S 600 gezogen.

In diesem Automobil verschmilzt laut dem Daimler-Konzern die Perfektion der S-Klasse mit der einzigartigen Exklusivität von Maybach. Die Baureihenerweiterung mit dem internen Kürzel "X222" zeichnet sich neben luxuriösen Materialien vor allem durch deutlich mehr Freiraum im Fond aus. Dies ist dem längeren Radstand geschuldet und lässt auch den Einbau einer Sitzanlage zu, die sich elektrisch bis zur Liegestellung verstellen lässt. Den Kunden stehen bei Farb- und Materialwahl deutlich mehr Möglichkeiten offen, als bei konventionellen Modellen aus dem Hause Mercedes-Benz. Unter dem neuen Markennamen sollen weitere Modelle folgen. Ob die sich bereits in der Entwicklung befindende S-Klasse in der Pullman-Ausführung auch dazuzählen wird, ist noch nicht bekannt.

Gleichzeitig mit der Markteinführung des Mercedes-Maybach S 600 Anfang kommenden Jahres werden die Schwaben auch ihre Nomenklatur bei den weiteren Modellreihen und Antriebstechniken Schritt für Schritt überarbeiten. Das Grundkonzept dahinter legt fest, dass die Hauptbaureihen A, B, C, E, G und S sowie SL bestehen bleiben und sich entsprechende Modellvarianten wie SUVs, Coupés mit zwei oder vier Türen sowie Cabriolets auf diese Modell-Buchstaben beziehen. Ein erstes Beispiel dafür ist das in diesem Jahr präsentierte S-Klasse Coupé, bei dem der Name CL entfallen ist. Ebenso wird es ein C-Klasse Coupé und möglicherweise auch wieder ein E-Klasse Coupé auf Basis der nächsten Generation geben. Die SUVs beziehen sich namentlich alle auf das legendäre G-Modell und tragen dahinter fest ein "L" und dann den Buchstaben, der ihre Modellgröße angibt - wie es bereits beim GLA der Fall ist. Somit wird aus der M-Klasse mit dem kommenden Facelifting der GLE, zu dem sich dann auch ein GLE Coupé im Stil des BMW X6 hinzugesellen wird. GLK und SLK werden in Kürze vom "K" zum "C" wechseln.

Auch bei den Motoren- und Technologiebezeichnungen räumt Mercedes-Benz auf. Begriffe wie BlueTec oder Kürzel wie CGI entfallen. Stattdessen werden Diesel mit einem "d", Gasantriebe mit einem "c" (für compressed natural gas), Elektrofahrzeuge mit einem "e" und Hybridversionen mit einem "h" hinter der eigentlichen Modellbezeichnung gekennzeichnet. Auch für die vermutlich erst gegen Ende 2016 verfügbare Brennstoffzelle wurde bereits ein Buchstabe reserviert: "f" für fuel cell. Man erhofft sich bei den Schwaben auf diese Weise eine bessere Verständlichkeit und mehr Klarheit im Modellportfolio.


Quelle: Mercedes-Maybach