Aston Martin Virage Shooting Brake by Zagato

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Einmaliges Zagato-Unikat auf Virage-Basis
- sechs Liter großer V12 mit 365 kW/497 PS
- Shooting-Brake-Karosserie nach altem Stil
- erstellt zum 100-jährigen Aston-Jubiläum
- erstmals auf einer Automesse zu sehen



Im Rahmen der Essen Motorshow erlebt in diesem Jahr ein besonderer Aston Martin seine Deutschlandpremiere. 2013 wurde der britische Traditionshersteller 100 Jahre alt, was vom italienischen Karosseriebauer Zagato als Anlass genutzt wurde, um drei miteinander optisch eng verwandte Unikate auf Kundenwunsch zu erstellen. Neben dem DB9 Spyder Zagato und dem DBS Coupé Zagato umfasste diese Centennial-Serie auch einen zum Shooting Brake umgebauten Virage, der jedoch erst im Folgejahr zum 95. Jubiläum von Zagato fertiggestellt wurde. Eben dieses Fahrzeug steht ab Freitag in Halle 3 auf dem Messegelände in Essen im Rampenlicht.

Man muss an dieser Stelle klar sagen, dass es selten ein Auto gab, bei dessen Anblick die Meinungen der Betrachter derartig einstimmig positiv ausfielen. Im Rahmen eines Vorab-Fototermins konnten wir den Virage Shooting Brake bereits in Augenschein nehmen und schließen uns daher den Lobgesängen uneingeschränkt an. Was Zagato hier aus dem britischen Sportwagen gemacht hat, ist absolut sehenswert.

Auf der technischen Seite ließen die Italiener den Virage dabei gänzlich unangetastet. So werkelt unter der Motorhaube der bekannte V12-Saugmotor mit sechs Litern Hubraum und 365 kW/497 PS sowie 570 Newtonmetern Drehmoment. Diese Kraft gelangt über das Touchtronic-II-Automatikgetriebe zu den Hinterrädern. Der Fahrer kann die Gänge über Schaltwippen am Lenkrad wechseln oder den Wagen im Automatikmodus rollen lassen.

Front und Heck des Shooting Brake tragen die gleichen Leuchteinheiten und Schürzen wie die anderen beiden Mitglieder der Centennial-Serie. Auch der breite Kühlergrill, in den die Scheinwerfer integriert sind, ist ein gemeinsames Designmerkmal. Bei der restlichen Karosseriegestaltung ließ sich das Zagato-Designteam rund um Norihiko Harada von klassischen Shooting Brake Modellen inspirieren. Diese wurden speziell in Großbritannien gern zweitürig mit großer Kofferraumklappe gebaut und entsprechen damit weniger dem heute bekannten Terminus, wie ihn beispielsweise Mercedes-Benz beim CLA und CLS nutzt. Auch der Virage ist als zweitüriger Sportwagen mit 2+2-Sitzkonfiguration aufgebaut worden.

Die Dachpartie ist dabei relativ lange hoch gezeichnet, um einen entsprechend großen Gepäckraum zu schaffen. Dieser ist durch eine Heckklappe zugänglich, die bis ins Dach reicht. Allerdings hat sie eine recht hohe Ladekante, wodurch der Lifestyle-Charakter dieses Wagens wieder deutlich zum Tragen kommt. Ein klassischer "Gepäckträger" will der Virage Shooting Brake nicht sein, eher ein sportlicher Gran Turismo, mit dem man auch durchaus mal unterwegs beim Weingut ein paar Kisten des guten Tropfens mitnehmen kann.

Zagato beließ es nicht bei der komplett neuen Karosserie, sondern stattete zusätzlich auch das Interieur in den Wunschfarben des neuen Besitzers aus. Braunes und hellgraues Leder sorgen hier für einen hohen Wohlfühlfaktor. In die Sitzlehnen wurden Z-förmige Nähte als Erinnerung an das Zagato-Z eingenäht. Letzteres prangt als Stickerei auf den Kopfstützen. Armaturenbrett und Instrumentierung wurden allerdings unverändert vom Virage übernommen.

Wenn Sie den Aston Martin Virage Shooting Brake by Zagato gern einmal live sehen möchten, haben Sie dazu zwischen dem 27.11. und 6.12. auf der Essen Motorshow in Halle 3 Gelegenheit. Ob sich eine solche Chance noch einmal bieten wird, darf bezweifelt werden, unserer Kenntnis nach ist dies der bislang erste Auftritt dieses Wagens auf einer Automesse.

Fotograf: Matthias Kierse