Porsche 991.2 Turbo und Turbo S - Modellpflege

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in News

- Leicht überarbeitete Karosserie-Optik
- vorn nun mit zwei LED-Lamellen
- neue Leichtmetallräder in 20 Zoll
- innen mit neuester PCM-Generation
- Leistung nun 540 (Turbo) und 580 PS (S)



Pünktlich zum Jahresstart 2016 wird Porsche auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit die modellgepflegten Ableger Turbo und Turbo S des 991.2 präsentieren. Beide sind wie gewohnt sowohl als Coupé wie auch als Cabriolet erhältlich.

Exterieur

Die Turbo-Modellpflege orientiert sich optisch natürlich eng an der des normalen 991.2 Carrera. So kommen am Heck nun beispielsweise die neuen, dreidimensionalen Rückleuchten mit Vierpunkt-Bremslichtern zum Einsatz. Zu den Turbo-eigenen Designelementen zählen die neue Frontschürze mit seitlichen Airblades und umgestalteten LED-Bugleuchten, die nun in einem Doppelsteg oberhalb der Lufteinlässe sitzen. Analog zum Carrera sitzen die Türgriffe nun ohne Kunststoffunterschale an den Türen. Am Heck gibt es eine neu gestaltete Heckschürze, in die außen die ebenfalls überarbeiteten Auspuffendrohre münden. Daneben gibt es nun zwei anstelle von einer Lamelle in den Luftauslässen. Oberhalb des ausfahrbaren Heckflügels sitzt ein neues, dreiteiliges Heckdeckelgitter mit rechts und links längs angeordneten Lamellen. Mittig sitzt ein separater Deckel für die optimierte Motor-Luftansaugung.
Neue 20 Zoll große Leichtmetallräder zieren die Radhäuser beider Modelle. Beim Turbo S verfügen die Felgen weiterhin serienmäßig über einen Zentralverschluss und erhalten nun sieben anstelle von zehn Doppelspeichen.

Interieur

Wie beim Carrera zieht auch im Turbo und Turbo S die neueste Generation des Porsche Communication Management (PCM) ein, die nun über einen Multitouch-Monitor verfügt, der ab jetzt auch Handschrift-Eingaben versteht. Zudem wurde das Navigationssystem mit einer Online-Funktion aufgerüstet, durch die Verkehrsinformationen in Echtzeit eingerechnet werden. Routen und Zielorte können durch Satelliten- und 360-Grad-Bilder im Vorfeld visualisiert werden. Smartphones und Mobiltelefone können wahlweise per Bluetooth, Kabel oder WLAN ins Infotainmentsystem integriert werden. Für den Musikgenuss steht serienmäßig eine Audioanlage von Bose oder optional eine von Burmester zur Verfügung.

Performance

Sowohl Turbo als auch Turbo S profitieren neben der optischen Modellpflege auch von einem kleinen Leistungsnachschlag in Höhe von jeweils 15 kW/20 PS. Somit leistet das 3,8 Liter große Sechszylinder-Boxertriebwerk im Turbo nun 397 kW/540 PS, während im überarbeiteten Turbo S sogar 427 kW/580 PS zur Verfügung stehen. Für das Leistungsplus sind veränderte Einlasskanäle im Zylinderkopf und neue Einspritzdüsen für einen erhöhten Kraftstoffdruck verantwortlich. Zudem kommt erstmals die so genannte "Dynamic Boost-Funktion" zum Einsatz, die bei kurzen Lastwechseln den Turbo-Ladedruck oben hält, indem nur die Kraftstoffzufuhr unterbrochen wird, die Drosselklappe jedoch offen bleibt. Auf diese Weise kommt es zu keinerlei Verzögerung, wenn der Fahrer wieder auf das Gaspedal tritt. Die Funktion tritt speziell im Sport- und Sport-Plus-Modus hervor, ist aber auch im Normal-Modus hinterlegt.
Diese Modi gehören zum serienmäßigen Sport-Chrono-Paket und können vom Fahrer am Lenkrad per Drehring aktiviert werden. Mittig im Drehring befindet sich der neue "Sport Response Button", über den für bis zu 20 Sekunden das bestmögliche Ansprechverhalten aus Motor und Doppelkupplungsgetriebe gekitzelt werden. So gelingen beispielsweise schnelle Überholmanöver auf der Landstraße noch besser. Im Kombi-Instrument gibt ein herunterlaufender Timer Auskunft darüber, wie lange die volle Leistung nach dem Knopfdruck zur Verfügung steht.
Die Stabilitätskontrolle "Porsche Stability Management" (PSM) erhält ab jetzt einen Sport-Modus, der durch einen kurzen Druck auf die PSM-Taste aktiviert wird und dabei eine besonders sportliche Kennlinie abruft. Das System tritt erst deutlich später in Aktion und ermöglicht erfahrenen Piloten damit auf der Rennstrecke ein deutlich erweitertes Herantasten an den Grenzbereich. Ein langer Druck auf die PSM-Taste deaktiviert die Stabilitätskontrolle vollständig. Zur erweiterten Serienausstattung des Turbo S zählen der PDCC-Wankausgleich und die Carbon-Keramik-Bremsanlage PCCB. Optional gibt es für beide Motorversionen den radarbasierten Spurwechsel-Assistenten und ein 40 Millimeter anhebendes Front-Lifting-System.
Natürlich führt die höhere Motorleistung auch zu gesteigerten Fahrwerten. So spurtet der Turbo als Coupé nun in glatten drei Sekunden auf Tempo 100 und erreicht bis zu 320 km/h. Im Turbo S Coupé geht der Beschleunigungsvorgang noch eine Zehntelsekunde schneller, während die Höchstgeschwindigkeit sogar mit 330 km/h angegeben wird.

Preis

  991.2 Turbo Coupé 991.2 Turbo Cabrio 991.2 Turbo S Coupé 991.2 Turbo S Cabrio
Grundpreis: 174.669,- € 187.759,- € 202.872,- € 215.962,- €

alle Preise inkl. MwSt., erste Auslieferungen erfolgen ab Ende Januar 2016.

Quelle: Porsche