Koenigsegg Owners - Geneva Takeover 2017

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Veranstaltungen

- Koenigsegg-Besitzer planten Schweiz-Fahrt
- einige bei Tour von Zürich nach Genf dabei
- gemeinsame Parade am ersten Pressetag
- insgesamt acht Fahrzeuge an Messehalle
- weitere Ausfahrten folgen dieses Jahr
 


Nachdem Koenigsegg im vergangenen Sommer erstmals eine Ausfahrt für Besitzer der schwedischen Supersportwagen in Skandinavien angeboten hatte, fanden sich einige von ihnen über soziale Netzwerke zusammen und planten ein weiteres Treffen. Im Rahmen der Pressetage des Genfer Autosalons wollte man die Stadt am Lac Léman erobern. Hierzu ließen sich die allermeisten ihre Fahrzeuge direkt in die Schweiz liefern. Nur einer nicht. Ein Besitzer aus Südostasien, dessen Agera RS im vergangenen Jahr auf dem Messestand in Genf Premiere feierte, fuhr vom Werk in Ängelholm auf Achse in die Schweiz. Und da er schon unterwegs war, begab er sich über verschneite Pässe noch weiter bis nach Mailand und zurück - Winterreifen sei dank. Wenn Hannibal das mit Elefanten kann...

Mit 1.160 PS über die Alpen?
Hätten Sie derartiges Vertrauen in ihren Sportwagen? Noch dazu, wenn dieser 1.160 PS unter der Haube hat? Abgesehen von einem kleinen Problem mit einem nicht fest angezogenen Kühlerverschluss steckte der Wagen diese Tour problemlos weg und stand am Montag morgen, dem Tag vor den Pressetagen, in Zürich am Abfahrtsort. Einige der Besitzer hatten nämlich beschlossen, nicht einfach nur in Genf aufzutauchen, sondern zuvor gemeinsam eine kleine Fahrt durch die Schweiz zu unternehmen. Startpunkt: Das Hotel Baur Au Lac. Leider vereitelte das Wetter Abstecher auf Pässe und Landstraßen.

Für unser Team von carsdaily.de begann die Tour jedoch am Flughafen Zürich, da wir um die Mitnahme des Gepäcks eines Koenigsegg-Fahrers gebeten wurden. Die Supersportwagen bieten zwar unter der vorderen Haube einen recht großzügigen Gepäckraum, scheitern jedoch wie diverse Mitbewerber an klassisch geformten Koffern. Somit ging es im Konvoy mit dem erst kürzlich nach einem Unfall wiederaufgebauten Werksprototyp des Koenigsegg Agera zum Startpunkt, wo bereits der gelbe Agera RS und ein schwarzer CCX warteten. Zudem trafen wir hier auf ein unerwartetes Fahrzeug: Einer der Besitzer hatte einen Freund als Kameramann aktiviert - mit einem Singer Porsche 911!

Tour von Zürich über Bern nach Genf
Neben einigen Fotografen, die von dem Start der Tour Wind bekommen hatte, gab es vor allem bei vielen Passanten auf dem Weg Richtung Autobahn offenstehende Münder und hochgereckte Daumen. Wer erwartet schon montags morgens eine Horde Koenigsegg im innerstädtischen Verkehr? Ebenso erging es unserem Konvoy auf der Autobahn und beim Mittagsstopp in der Hauptstadt Bern. Dort bevölkerten die drei Schweden den Eingangsbereich vorm Hotel Bellevue. Eigentlich sollte hier ein vierter Wagen dazustoßen, dieser war jedoch mit seinem Besitzer bereits in Genf. Somit wurden auch die restlichen Kilometer bis nach Genf mit drei Koenigsegg, einem Singer 911, einem Porsche Macan, einem Audi A6 und einem Bentley Continental Flying Spur zurückgelegt. Abgesehen von den letzten Kilometern durch den Rushhour-Verkehr in Genf, die uns über eine Stunde kosteten, verlief die Fahrt ruhig und ereignisarm - wenn man vom breiten Grinsen aller Beteiligten in den Autobahntunneln absieht. Der Sound ist einfach unvergleichlich.
 
Vor dem Hotel du Parc des Eaux-Vives nahmen die Koenigsegg Aufstellung. Dort parkten sie auch an den folgenden Tagen, stets bewacht von einem eigens angemieteten Wachdienst. So entstanden hier wohl die meisten Aufnahmen, die im Netz zu finden sind, da sich der Standort natürlich schnell herumsprach. Auch wir suchten den Parkplatz mehrfach auf, unter anderem um Nachtaufnahmen zu machen. Dabei hatten wir das große Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Der Besitzer des einzigartigen Agera RS Naraya hielt es gegen 23:30 Uhr nicht länger aus, sein Auto nur von außen zu sehen und schwang sich hinter das Steuer. Er hatte den Wagen in blauem Sichtcarbon mit Akzenten in Echtgold erst Ende 2016 erhalten, einmal in London gefahren und war anschließend bis Ende Februar bei seiner Familie in Thailand. Somit war dies erst seine zweite Fahrt im Neuwagen. Quer durch das nächtliche Genf ging es zu einer Tankstelle, wo der Benzinvorrat des Agera aufgestockt und die Speicherkarten der diversen Kameras gefüllt wurden.

Gemeinsame Parade zum Autosalon
Am ersten Pressetag der Messe öffneten sich auch in Genf diverse Augen und Münder bei Passanten sehr weit. Der Grund hierfür waren sieben Koenigsegg - zwei CCX, ein One:1 und vier Agera - die sich in Form einer Parade auf den Weg zum Messegelände machten. Dort angekommen füllten sie einen Platz vor Halle 1 aus, wo sie auf einen weiteren One:1 stießen. Dieser wurde von seinem Besitzer per Transporter extra vorbeigeschickt, um ein schönes Gesamtbild zu erzeugen. Wenn man bedenkt, dass Koenigsegg lediglich sieben Exemplare des One:1 produziert hat, ist die Quote der anwesenden Fahrzeuge beachtlich. Nachdem sich dem Vernehmen nach umliegende Aussteller über ausbleibende Besucher an ihren Exponaten und die nicht ganz korrekte Einnahme des Parkplatzes bei der Messeleitung beschwerten, fuhren die Koenigsegg nachmittags in Kolonne zurück zum Hotel.

Von dort aus unternahmen die Besitzer an den Folgetagen noch weitere Ausfahrten als Gesamtgruppe und einzeln. Bei diesen Aktionen waren wir jedoch nicht mehr vor Ort. Bilder dazu finden Sie bei Bedarf jedoch unter anderem auf der Koenigsegg-Webseite unter 'Blogs'. Dort sind auch Bilder unseres Fotografen Keno Zache inbegriffen, die sie zum Teil auch in unserer Bildergalerie finden können. Des weiteren fotografierten Niklas Emmerich, Kay Andresen und Matthias Kierse Teile des "Geneva Takeover" für carsdaily.de. Im Laufe des Jahres sind weitere Aktionen der Koenigsegg-Besitzer geplant.

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Fotografen: Matthias Kierse, Keno Zache, Niklas Emmerich und Kay Andresen

 

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