12. Schloss Dyck Classic Days - Wechselhaft

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Veranstaltungen

- Regnerischer Samstag, sonniger Sonntag
- buntes Programm auf dem Dreieckskurs
- Ausstellungen zu Ferrari, Bizzarrini und Iso
- diverse Werksstände mit klassischen Autos
- private Klassiker auf großem Dycker Feld
 
 
Erst Regen, dann Sonnenschein
Im zwölften Jahr des Bestehens erlebten die Schloss Dyck Classic Days ein wechselvolles Wochenende - vor allem von Seiten des Wetters. Der Samstag begann regnerisch, was auf den weitläufigen Feldern rund um das niederrheinische Wasserschloss für reichlich Schlamm und wenig Spaß unter den Oldtimerbesitzern sorgte. Auch in den Ausstellungsbereichen wie den 'Jewels in the Park' oder den Werksständen von Peugeot, Volvo, Jaguar Land Rover, Ford, Volkswagen, Audi, Bugatti, Bentley und der AutoStadt zeigten sich viele Exponate lange Zeit abgedeckt. Nachdem sich die Wolfsburger AutoStadt im vergangenen Jahr noch auf Rennfahrzeuge von Jägermeister Racing konzentrierte, gratulierte man diesmal Ex-Rallyeweltmeister Walter Röhrl standesgemäß zum siebzigsten Geburtstag. Hierfür standen einige Fahrzeuge wie der 1987er Audi Sport quattro vom Bergrennen Pikes Peak als permanente Showstücke bereit, andere rollten im Sonderlauf auf dem Dreieckskurs - unter anderem mit dem langen Regensburger und seinem langjährigen Copiloten Christian Geistdörfer am Steuer.

Sonderläufe auf dem Dreieckskurs
Weitere Sonderläufe galten Alfa Romeo, dem 'Beast of Turin', einem Fiat S76 mit 28,4 Liter großem Vierzylindermotor oder der Auto Union mit einem von Frank Biela pilotierten Typ C 16-Zylinder-Rennwagen. Hinzu kamen Seltenheiten wie der nur rund 50-mal gebaute Ockelbo aus Schweden, dessen Karosserieoptik in den 1950er Jahren von einem Ferrari 500 Mondial abgenommen wurde. Technisch erhielten diese schwedischen Sportwagen wahlweise Ford-V8-Motoren oder Aggregate von Volvo. Jaguar präsentierte neben dem berühmten 'Group 44'-E-Type auch ein vom gleichen Sponsor eingekleidetes Gruppe-C-Rennfahrzeug vom Typ XJR-5. Während bei Volvo Coupés im Mittelpunkt standen, war es bei Peugeot eine bunte Mischung aus einem 402 Eclipse, einem 205 1.9 GTi, einem 205 T16 und einem 3008 DKR von der Dakar-Rallye. Etwas tiefer im Park fanden sich diesmal auch einige schöne Exponate von Maserati ein.

Sonderausstellungen zu Ferrari, Bizzarrini und Iso
Die italienische Schwestermarke Ferrari wurde anlässlich des 70-jährigen Firmenbestehens diesmal mit einem besonderen Display auf der Insel im Innenbereich des Schlossgeländes geehrt. Dort standen 25 Boliden aus Maranello aufgereiht und glänzten am zweiten Tag endlich auch im verdienten Sonnenlicht. Zusätzlich zeigten die Organisatoren gemeinsam mit dem Bizzarrini Club Deutschland e.V. eine sehenswerte Sonderausstellung mit Fahrzeugen von Bizzarrini und Iso. Rundherum standen diverse Einzelexponate wie ein Horch 853 Sport Roadster, ein Austin Sheerline A mit viertüriger Cabriolet-Karosserie von Vesters & Neirinck aus Belgien oder gleich zwei Treser TR1 - drei weitere fanden sich an anderer Stelle auf dem Gelände. Der Autor dieser Zeilen reiste am zweiten Veranstaltungstag mit dem Team von Ford Classic Cars aus Köln an. Den Hinweg verbrachte ich dabei in einem 1983er Sierra XR4i mit einem 150 PS starken Sechszylindermotor. Zurück ging es am Ende des Tages in einem Taunus 12M, der berühmten 'Weltkugel'. Durch Elemente wie fehlende Gurte, eine Dreigang-Schaltung an der Lenksäule und die formschöne Blumenvase am Armaturenbrett sowie die aus heutiger Sicht eher schwammige Fahrbarkeit entdeckt man in einem solchen Klassiker die Langsamkeit ganz neu.

Marken- und Modellclubs auf dem Dycker Feld
Diese konnte man ebenso beim flanieren durch das sogenannte 'Dycker Feld' entdecken. Hier stehen im Laufe der Veranstaltung die Marken- und Modellclubs und die privaten Besucher, die im eigenen Oldtimer anreisen. Vom zahlreich erschienenen Wiesmann Club über die Freunde des BMW Z1 oder diverser Porsche- und Mercedes-Clubs reichte der Anblick hier bis zu US Cars und italienischen Sportwagen. Auch englische Sport- und Luxusfahrzeuge standen für Anblicke bereit, ebenso wie diverse Alltagsklassiker. Während samstags wetterbedingt noch viele Lücken auf den Parkplätzen blieben, zeigten sich diese Bereiche am sonnigen Sonntag umso besser gefüllt. Und wer ohne Klassiker anreiste und dies verändern wollte, hatte Samstag bei der Auktion von Coys of Kensington Gelegenheit dazu.

Für die 13. Ausgabe der Schloss Dyck Classic Days nannten die Veranstalter bereits den Termin: Vom 3. (Preview Day) bis 5. August 2018 rollen erneut lautstarke Fahrzeuge rund um das Wasserschloss zwischen Neuss und Grevenbroich.

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Fotograf: Matthias Kierse