Rallye Germania 2017 - Mit Sportwagen unterwegs

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Veranstaltungen

- Rallye Germania nach Spa und zum Ring
- Start auf Schloss Bensberg am 8. August
- schöne Strecke über Bad Ems nach Spa
- Trackdays in Spa und auf der Nordschleife
- leider sehr regnerisches Wetter ab Tag 2
 
Bereits vor zwei Jahren begleitete das Team von carsdaily.de die Rallye Germania. Dabei handelt es sich um eine Ausfahrt für die Besitzer von Supersportwagen, die vom Händler Premium Automotive Concept Esser aus Alsdorf bei Aachen veranstaltet wird. Esser ist bereits seit einigen Jahren Koenigsegg Händler für Kontinentaleuropa und erhielt im März auf dem Autosalon in Genf zudem einen Händlervertrag des kroatischen Elektrosportwagenherstellers Rimac. Auch in diesem Jahr stellte Firmengründer Markus Esser mit seinem Team ein buntes Feld hochkarätiger Fahrzeuge zusammen, das unterwegs manch erstauntes Gesicht zurückließ. Kein Wunder, wann fahren schonmal soviele Pferdestärken geballt durch die Landschaft? Los ging es auf Schloss Bensberg, Zwischenziele lagen in Bad Ems, Schalkenmehren und Spa-Francorchamps, bevor die Veranstaltung in einem Hotel in Bonn sowie bei einem Trackday am Nürburgring endete.

Start in Bensberg mit hochklassigem Feld
Am Nachmittag des 8. August registrierten aufmerksame Bewohner der idyllischen Kleinstadt Bensberg am Rande des Bergischen Landes ein erhöhtes Aufkommen an exklusiven Supersportwagen. Nach und nach füllte sich der Platz vor dem zweitgrößten Barockschloss nördlich der Alpen mit herausragenden Beispielen der sportlichen Automobilkultur. Zu drei Modellen der schwedischen Marke Koenigsegg gesellten sich ein Ferrari LaFerrari, ein McLaren P1 und ein Porsche 918 Spyder, der allerdings leider nur vor dem Start anwesend war. Das aktuelle Hybrid-Hypercarfeld, unter Fans 'Holy Trinity' genannt, war somit komplett vorhanden. Weitere Akzente setzten zwei Lamborghini Aventador SV, zwei Ford GT und zwei McLaren 675LT Spider, von denen ein Exemplar mit britischer Zulassung besonders der jüngeren Generation sehr bekannt vorkommen dürfte. Der berühmte YouTuber Shmee150 war als Teilnehmer bei der Rallye Germania 2017 am Start. Rund 20 weitere Sportwagen komplettierten das Feld. Eigentlich sollte auch ein Fahrzeug von Rimac aus Kroatien bei der Germania 2017 mit am Start sein. Dieses wurde jedoch von TV-Berühmtheit Richard Hammond in den Schweizer Alpen zu einem Klumpen Schrott verwandelt.

Mittagsstopp in Bad Ems, Kaffeepause in Schalkenmehren
Von Bensberg aus machte sich das bunte Sportwagenfeld auf den rund 140 Kilometer weiten Weg zum Mittagsstopp in Bad Ems an der Lahn. Dabei ging es hauptsächlich über Land- und Nebenstraßen, um die schönen Gegenden Deutschlands ein wenig genießen zu können. Unser Team erwartete die Fahrzeuge bereits am 'Häckers Grand Hotel' in der beschaulichen Kurstadt. Dort konnten die Sportwagen mit urtypischer Musik aus 8 bis 12 Zylindern auf sich aufmerksam machen und so manchen Kurgast samt dazugehörigem -schatten beeindrucken. Im Hotel erwartete die Teilnehmer eine Stärkung in Form eines Buffets, während die Sportwagen noch knisternd von der Fahrt über kurvige Landstraßen davor einen beeindruckenden Anblick bildeten. Im Anschluss an die Ankunft des Feldes machten wir uns bereits auf den Weg zum nächsten Stopp in Schalkenmehren, wo im 'Michels Wohlfühlhotel' Kaffee und Kuchen gereicht werden sollten. Insgesamt genossen wir dabei Sonnenschein mit leichten Wölkchen und angenehmen Temperaturen - was hätten wir in den Folgetagen dafür gegeben? Als Tagesziel erreichten alle Teilnehmer am Abend das 'Hotel La Source' im belgischen Stavelot, direkt neben der gleichnamigen Spitzkehre des berühmten Formel-1-Rennkurses von Spa-Francorchamps gelegen. Hier deutete sich nach dem Abendessen leider bereits an, was uns in den folgenden Tagen begleiten würde: Es begann stark zu regnen.

Halbverregneter Trackday in Spa-Francorchamps
Leider setzte sich der Regen durch die Nacht hindurch bis in den folgenden Tag fort. Dadurch hielt sich die Stimmung unter jenen Teilnehmern, die Fahrten im Rahmen des Trackdays in Spa gebucht hatten, in gewissen Grenzen. Kein Wunder, immerhin befanden sich unter den Fahrzeugen nicht nur welche mit sechs-, sondern sogar mit siebenstelligem Preisschild. Derartige Werte versenkt man ungern in belgischen Leitplanken. Glücklicherweise klarte es gegen Mittag auf, der Regen setzte aus. Somit blieb die Feuchtigkeit auf der Strecke ohne weitere Zufuhr von oben. Der Trackday fand in Kooperation mit Curbstone statt, wodurch sich in der Boxengasse diverse weitere interessante Autos fanden. In einer Rennklasse fuhren beispielsweise einige GT3-Renner, ein paar Beetle Fun-Cup-Fahrzeuge oder sogar ein LMP3-Rennwagen mit. Die Klasse der straßentauglichen Autos, zu denen auch die Teilnehmer der Rallye Germania zählten, wurde durch hochwertige Klassiker vom Schlage Lister Knobbly oder Ferrari 275 GTB ergänzt.

Neben Renn- und Sportwagen auch Hypercars unterwegs
Besonderen Eindruck machten aber zweifelsfrei die sogenannten Hypercars vom Schlage Ferrari LaFerrari oder Koenigsegg Agera RS ML auf der Strecke. Während der Italiener von seinem Besitzer zum Teil im Drift um die Kurven gejagt wurde, steuerte der asiatische Besitzer des schwedischen Einzelstücks sein Fahrzeug mit gebotener Vorsicht über den nassen Asphalt. Semislicks und über 1.000 PS vertragen sich eben nur bis zu einem gewissen Grad mit regennassen Fahrbahnen. Etwas, was der Besitzer des Ferrari 275 GTB in der La Source eindrucksvoll und zum Glück ohne Kaltverformung unter Beweis stellte - und das ganz ohne Semislick-Reifen. Im Feld der Rallye Germania fand sich unterdessen ein neues Fahrzeug, das am Vortag noch nicht mitgefahren war. Die Truppe 'Masters of Speed' hatte neben dem C 63 R Coupé und dem E 63 R Safety Car nun auch den Mercedes-AMG GT RS 'Rote Sau' im Stil des klassischen 300 SEL 6.8 AMG nach Spa geholt. Hierhin passte das Auto natürlich bestens, immerhin hatte das Vorbild genau auf dieser Rennstrecke beim 24-Stunden-Rennen für Furore gesorgt. Mittags fand das obligatorische Gruppenfoto der Veranstaltung auf der Start-Ziel-Geraden statt.

Trackday auf der Nordschleife fällt quasi ins Wasser
Durch das schlechte Wetter, das sich nicht nur auf die belgischen Ardennen beschränkte, fiel ein abendlicher Programmpunkt ins Wasser, den einige Teilnehmer gern wahrgenommen hätten: Speedboot fahren auf dem Rhein. Stattdessen machte sich das Fahrzeugfeld gegen 16:00 Uhr auf den Weg zum 'Kameha Grand Hotel' in Bonn, wo die folgenden zwei Übernachtungen stattfanden. Leider brachte auch der folgende Freitag keine Wetterbesserung mit. So reisten einige Rallyeteilnehmer gar nicht erst im eigenen Auto zum Trackday auf der Nürburgring Nordschleife an, sondern ließen es lieber in der trockenen Hoteltiefgarage stehen. Auch vor Ort blieben viele Boliden auf dem Parkplatz an der Zufahrt zur Nordschleife, da bei den gebotenen Wetterverhältnissen mit Land- bis Starkregen und teils tiefhängenden Nebelwänden nur wenige Fahrer Lust auf eine Runde Eifelachterbahn hatten. Stattdessen besuchten einige den nebenan auf dem Grand-Prix-Kurs beginnenden Oldtimer Grand Prix, über den wir in der kommenden Woche ebenfalls noch berichten werden. Insgesamt darf die Rallye Germania aber auch 2017 als Erfolg gewertet werden. Wo sonst erlebt man ein derartig hochklassiges Starterfeld auf deutschen Straßen? Der Dank gilt erneut dem Team von Premium Automotive Concept Esser.
 

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Fotografen: Kay Andresen (26 Fotos), Matthias Kierse (79 Fotos)

 

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