Messerundgang: Auto Salon Genf 2015

Geschrieben von Matthias Kierse am . Veröffentlicht in Veranstaltungen

- Messerundgang von A bis Z
- alle sportlichen und luxuriösen Neuheiten
- Auto Salon noch bis 15. März geöffnet

 
Noch bis zum 15. März läuft in Genf der Internationale Auto Salon. Das Team von carsdaily.de war für Sie an den Pressetagen vor Ort, um Eindrücke und Informationen zu sammeln. Diese stellen wir Ihnen nun vor, wobei wir uns für eine alphabetische Sortierung der für uns interessanten Marken entschieden haben. Wir wünschen viel Spaß bei unserem virtuellen Messerundgang, an den sich eine große Bildergalerie anschließt.

Alfa Romeo: Der italienische Traditionshersteller scheint tatsächlich noch einmal die Kurve gekratzt zu haben. Während es vor fünf Jahren noch so wirkte, als wären die Mailänder auf dem absteigenden Ast, hat man mit dem Carbon-Sportwagen 4C vieles richtig gemacht. In Genf gab es das Europa-Debüt des 4C Spider, der im Sommer zu den Händlern rollen wird.
 
Alpina: Die Automobilmanufaktur Alpina wird 2015 50 Jahre alt und feiert dieses runde Jubiläum mit der Edition 50, von der es je 50 Exemplare auf Basis des B5 und des B6 geben wird. Zudem debütierte die Modellpflege des B6 Gran Coupé mit Allradantrieb.
 
Aston Martin: Gleich drei Messeneuheiten standen auf dem Stand von Aston Martin. Neben dem bereits im Vorfeld angekündigten straßenzugelassenen Sondermodell V12 Vantage GT3 und dem Vulcan für rennsportbegeisterte Kunden wurde mit dem DBX Concept ein Ausblick auf das zukünftige Design und die Ausrichtung der GTs mitgebracht.
 
Audi: Bei Audi stand die zweite Generation des R8 im Blickfeld, der als V10 und V10 Plus demnächst erhältlich ist. Daneben zeigten die Ingolstädter auch die GT3-Rennversion und den elektrisch betriebenen R8 e-tron mit angeblich 450 Kilometern Reichweite. Zusätzlich zeigte das Prologue Avant Concept die neue Audi-Designsprache in Verbindung mit den neuesten technischen Spielereien im Interieur.
 
Bentley: Bentley brachte die modellgepflegten Modelle der Continental-GT-Familie mit nach Genf. Neben einigen optischen Retuschen bringt es der W12-Motor nun auf 590 PS. Als Überraschung war mit dem EXP 10 Speed 6 eine Sportwagenstudie im Gepäck, die möglicherweise als Einstiegsmodell unterhalb des Continental angeboten werden könnte.
 
BMW: Während die Hauptfläche des BMW-Standes dem neuen Minivan 2er Gran Tourer vorbehalten war, stand hinten im Eck auch das M4 Safety Car für die MotoGP-Motorradweltmeisterschaft. Dieses berherbergt als interessantes technisches Detail eine Wassereinspritzung im Motor, durch die der Verbrauch und der Motorverschleiß zurückgehen soll.
 
Borgward: Persönlich hatte ich mich in diesem Jahr am meisten auf die angekündigte Rückkehr von Borgward gefreut, zumal als sich aus dem Hallenplan bereits im Vorfeld rund 400 Quadratmeter Standfläche herauslesen ließen. Umso größer die Enttäuschung vor Ort: Anstelle neuer Modelle wurde ein schön restauriertes Isabella Coupé ausgestellt, während auf der restlichen Freifläche einige Sitzgelegenheiten und Bildschirminstallationen standen. Neue Autos sollen erst im September auf der IAA stehen - dem Vernehmen nach ein SUV ohne Retro-Anleihen.
 
Brabus: Wenn jemand mehr Leistung in seinem Benz haben möchte, ist er bei Brabus gut aufgehoben. Die Bottroper zeigten auf Basis des S 63 AMG das 850 6.0 Biturbo Coupé sowie auf Basis des S 65 AMG den neuen 900 Rocket. Die dreistellige Zahl steht dabei traditionell für die PS-Anzahl.
 
Bugatti: Eine Ära geht zu Ende. Nach 10 Jahren Bauzeit präsentierte Bugatti in Genf den Veyron mit Chassisnummer 450, womit das einst gegebene Versprechen von 450 Fahrzeugen (300 Coupés und 150 offene Grand Sport) erfüllt ist. Daneben stand als Erinnerung der Veyron mit Chassisnummer 001, der einst an den ersten Kunden in den USA ging.
 
Cadillac: Aus Amerika rollten gleich zwei sportliche Limousinen zur Europapremiere nach Genf. Der ATS-V bringt 461 PS aus einem V6-Turbomotor auf die Straße, während im größeren CTS-V ein 6,2 Liter großes V8-Kompressortriebwerk 649 PS auf die Kurbelwelle stemmt.
 
Carlsson: Mercedes-Tuner Carlsson brachte die Final Edition des hauseigenen Sportwagens C25 mit, der auf der letzten SL-Generation beruht. Die Kunden haben die Wahl zwischen einem 450 PS starken V8- oder einem 753 PS starken V12-Motor.
 
DMC: DMC zeigte je zwei getunte Exemplare auf Basis des Lamborghini Huracán und des Lamborghini Aventador. Neben diversen Carbon-Anbauteilen fiel auch die bescheidene Standausleuchtung auf, die vermutlich ein wenig über die Verarbeitungsmängel hinwegtäuschen sollte.
 
FAB Design: Traditionell kümmert sich der Schweizer Tuner FAB um diverse Modelle von Mercedes-Benz, so auch in diesem Jahr. Mit SLS, SL, G und S-Klasse Coupé standen gleich vier Vertreter mit Stern auf dem Messestand. Daneben sorgten ein verbreiterter Range Rover und ein umfangreich überarbeiteter McLaren 650S Spider für staunende Blicke.
 
Ferrari: Mit dem neuen 488 GTB geht in Maranello die Ära der V8-Saugmotoren zu Ende. Wie bereits im California T sorgen auch hier zwei Turbolader für mehr Leistung. Mit nun 670 PS übersteigt die offizielle Angabe nicht nur den Vorgänger, sondern auch dessen sportlicheren Speciale-Ableger bei weitem.
 
Ford: Auch bei Ford stand alles im Zeichen von performance-orientierten Fahrzeugen. Mit dem neuen Focus RS zieht erstmals Allradantrieb im beliebten Kompaktsportler ein. Dazu gibt es einen Vierzylinderturbomotor mit mehr als 320 PS. Seine Europapremiere feierte der neue Ford GT, der im kommenden Jahr in Serie gehen soll. Außerhalb der Messehallen wurde mit Augenzwinkern als "LaFORD" beworben - ein Seitenhieb in Richtung der 1960er Jahre, als der Ur-GT gegen den Konkurrenten aus Maranello antrat.
 
Italdesign Giugiaro: Das Turiner Designhaus gehört seit einigen Jahren zum Volkswagen-Konzern, zeigt aber immer noch eigenständige Studien ohne Markenzugehörigkeit. Wie den Gea, der dieses Jahr in Genf präsentiert wurde. Die Luxuslimousine verfügt über Elektroantrieb und ein Lounge-Konzept im Interieur, bei dem sich der Beifahrersitz um 180 Grad drehen lässt, um ein gemütliches Geschäfts-Meeting während der Fahrt abhalten zu können.
 
GTA: Der spanische Supersportwagen GTA Spano stand schon einige Male in Genf, zuletzt vor zwei Jahren. Damals war er als "serienreif" bezeichnet worden und sollte in eine Kleinserie von 99 Exemplaren gehen. Nun wurde das Fahrzeug noch einmal gänzlich überarbeitet und erhielt einen neuen Motor mit weniger Hubraum aber mehr Leistung. Allerdings gefiel uns die Optik vorher besser.
 
Hamann: Aus Laupheim in Baden-Württemberg rollen immer wieder weitgehend individualisierte Fahrzeuge - zumindest wenn sie vorher in den Hallen von Hamann standen. Nach Genf brachte der Tuner einen Porsche Macan S Diesel mit verbreiterten Kotflügeln, ein im Stile der BMW-Art-Cars bemaltes M4 Coupé und einen überarbeiteten Lamborghini Aventador Roadster mit.
 
Honda: Honda machte gleich zwei Ankündigungen wahr. Zum einen präsentierte man nur ein Jahr nach der Studie die Serienversion des neuen Civic Type R, zum anderen ist auch der neue NSX mit Hybridantrieb endlich fertig und wurde erstmals in Europa gezeigt.
 
IED: Neben Italdesign, Zagato, Bertone, Touring Superleggera und Pininfarina gibt es in Italien noch IED, die für interessante Studien bekannt sind. Im Gegensatz zu den anderen genannten handelt es sich bei IED nicht um ein traditionelles Designbüro, sondern eine Designhochschule, die ihre Absolventen als Abschlussarbeit ein Fahrzeug im Maßstab 1:1 bauen lässt. Der Sportwagen Syrma wurde dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der italienischen Autozeitschrift Quattroruote gezeigt.
 
Kahn: Mit dem Huntsman 110 6x6 hat Kahn Design ohne Frage einen absoluten Hingucker auf die Messebühne in Genf gerollt. Während man über die Farbgebung in mattem Schwarz streiten kann, sind die technischen Daten des 6,2 Liter großen V8-Motors über jeden Zweifel erhaben. In der Kleinserie stehen auch fünf Liter große Ford-Triebwerke zur Wahl.
 
Kia: Der Kia Sportspace ist zwar bislang noch eine Konzeptstudie, zeigt jedoch bereits viele Details der kommenden Optima-Generation auf. Wäre durchaus schön, wenn die Koreaner sich auch trauen, davon eine Kombiversion mit sportlichen Genen aufzulegen.
 
Koenigsegg: Wenn eine Marke in Genf immer für eine Schlagzeile gut ist, dann wohl Koenigsegg. Neben der neuen Topversion des Agera, dem 1.160 PS starken RS, zeigen die Schweden auch ihr zweites Megacar. Zur Erinnerung: Letztes Jahr debütierte mit dem One:1 erstmals ein Fahrzeug mit einem Megawatt (1.000 kW/1.360 PS) Leistung. Der neue Regera überbietet durch seinen Hybridantrieb, bei dem drei Elektromotoren und ein Verbrennungstriebwerk gekoppelt sind, diesen Wert deutlich: Als Gesamtleistung sollen über 1.500 PS auf der Straße ankommen.
 
Lamborghini: Aus Sant'Agata Bolognese rollten gleich zwei neue Varianten des Aventador auf den Messestand in Genf. Während allerdings die limitierte Pirelli Edition bereits vor einigen Monaten virtuell präsentiert wurde, konnte Lamborghini die Details des 750 PS starken Aventador SV bis kurz vor Messebeginn unter Verschluss halten.
 
Land Rover: Die Anfang des Jahres angekündigte Final Edition des Defender, die sich in die drei Untermodelle Heritage, Adventure und Autobiography unterteilt, wurde von Land Rover nun in Genf gezeigt. Sie läutet das finale Produktionsjahr der seit 1948 fast unverändert gebauten Offroadlegende ein.
 
Lexus: Mit dem LF-C2 Concept blickt Lexus voraus und deutet eine Cabrio-Variante des neuen RC an. Ob diese dann auch als leistungsstarker RC F erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten.
 
Lotus: Der britische Kleinserienhersteller Lotus brachte neben der aktuellen Elise 220 Cup auch den überarbeiteten Evora 400 mit nach Genf. Das große, 2+2-sitzige Coupé leistet nun 406 PS und wiegt 22 Kilogramm weniger als der direkte Vorgänger.
 
Magna Steyr: Aus Österreich brachte der Zulieferer Magna Steyr das Mila Plus Concept mit. Der Hybridsportwagen bietet ein vielfach anpassbares Chassis, das für interessierte Hersteller auf Front-, Heck- oder Allradantrieb mit oder ohne Elektrobauteile angepasst werden kann.
 
Mansory: Im bayrischen Ort Brand Nahe Bayreuth wird alles getunt, was im Automobilbereich gut und teuer ist. In Genf zeigte Mansory zwei Benz-, eine Porsche-, eine Lamborghini- und eine Bentley-Kreation mit mehr oder weniger geschmacklichen Anbauteilen und viel Leistungsnachschlag.
 
McLaren: Mit dem neuen 675LT ergänzt McLaren die interne Super Series nach oben. Lediglich 500 Exemplare werden weltweit angeboten und waren bereits am zweiten Pressetag annähernd ausverkauft. Noch seltener waren die beiden anderen Fahrzeuge auf dem Messestand der Briten: Vom P1 GTR werden zwischen 30 und 40 Exemplare gebaut, vom F1 GT gab es 1997 sogar nur exakt 3 Fahrzeuge.
 
Mercedes-AMG: Als neues Kundensportfahrzeug zeigte Mercedes-AMG den neuen GT3 auf Basis des AMG GT. Im Gegensatz zum Straßenauto erhält das Renngerät jedoch den bewährten 6,2 Liter Saugmotor. Erste Testeinsätze sollen Ende des Jahres stattfinden.
 
Mercedes-Benz: Die Schwaben feiern den 1955er Klassensieg eines privat eingesetzten 300 SL Flügeltürers mit der Startnummer 417 beim berühmten italienischen Straßenrennen Mille Miglia durch die Mille Miglia 417 Edition des aktuellen SL, wahlweise als 400er oder 500er V8. Daneben sorgte der G 500 4x4² mit zwei Portalachsen vom G 63 AMG 6x6 für Aufsehen. Die hochgelegte Version dürfte vermutlich in Kleinserie gehen.
 
Mercedes-Maybach: Nach dem Mercedes-Maybach S 600 wurde in Genf nun auch die Pullman-Version mit einem Extrameter in der Mitte gezeigt. Perfekter Luxus für bis zu vier Passagiere im Fond ist hier ebenso selbstverständlich, wie eine hochfahrbare Trennwand zur Fahrerkabine, damit die Gespräche vertraulich bleiben.
 
Morgan: Mit der neuesten Generation des Aero 8 bietet Morgan wieder einen offenen Achtzylinder mit Alu-Chassis an. Unter der Haube bollert der bekannte, 367 PS starke BMW-Motor. Interessanterweise öffnet die Kofferraumklappe nach hinten. Es war eben schon immer besonders, ein britisches Kleinserienauto zu fahren.
 
MTM: Wie im Vorfeld angekündigt zeigte MTM in Genf neben einem auf 476 PS aufgestockten S3 Cabrio auch den 802 PS starken Talladega S auf S8-Basis und den RS-6 Clubsport, der dank entfallener Rückbank und eingezogenem Überrollkäfig sowie zwei Carbonschalensitzen vor allem für Rennstreckenfans interessant sein dürfte.
 
nanoFlowcell: Ich oute mich an dieser Stelle mal als bisheriger Fan der Flusszellenbatterietechnik. Was jedoch in Genf am Messestand von nanoFlowcell an Überheblichkeit herrschte, lässt mich inzwischen doch ein wenig auf die Seite der Skeptiker wechseln. Testfahrt? Nicht möglich. Technische Erklärung? Lesen Sie die Broschüre. Danke, das kann ich auch zu Hause und es vermeidet das "Gschmäckle" im Hals. Obwohl ich den Quant F und auch die neue Studie Quantino weiterhin für interessante Autos halte: Ich stehe einer Serieneinführung in absehbarer Zeit und mit den angekündigten Werten skeptisch gegenüber.
 
Opel: 207 PS in einem Kleinwagen - vor 10 Jahren wäre man noch lachend vom Messestand gejagt worden, wenn man nach einem solchen Fahrzeug gefragt hätte. Inzwischen wird man bei Opel zielstrebig zum neuen Corsa OPC gebracht und erblickt darin ein durchaus potentes Fahrzeug, das zwischen Einkauf, Fahrt ins Büro und schneller Runde auf der Nordschleife einen gekonnten Spagat hinlegt.
 
Pagani: Obwohl die italienische Supersportwagenmarke rund um ihren Gründer Horacio Pagani kein neues Modell mit nach Genf brachte, gab es gute Neuigkeiten - zumindest aus Firmensicht: Alle 100 Exemplare des Huayra sind verkauft. Speziell der US-Markt zeigte sich sehr interessiert. Auf dem Stand wurden daher ein rechtsgelenktes EU- und ein linksgelenktes US-Modell gezeigt, die sich nur im Design der Außenspiegel unterscheiden.
 
Phiaro: Phiaro dürfte in Europa kaum jemandem bekannt sein, es sei denn, man arbeitet in der Einkaufsabteilung eines Automobilherstellers. Die Japaner sind als Zulieferer und Entwicklungspartner tätig. Zum 75-jährigen Firmenbestehen zeigte man nun einmal das volle Können der hauseigenen Ingenieure auf und entwickelte den nur 596 Kilogramm schweren P75 Cipher mit einem 144 PS starken Vierzylindermotor.
 
Pininfarina: Vor zwei Jahren zeigte Pininfarina den Sergio auf Basis des Ferrari 458 Spider. Was als reine Hommage an den Firmengründer gedacht war, erhielt soviel Zuspruch, dass in Zusammenarbeit mit Ferrari eine Kleinserie von sechs Exemplaren auf Basis des 458 Speciale verwirklicht wurde. Das erste Fahrzeug in rot ging in die Arabischen Emirate, ein blaues Exemplar wurde in den USA gesichtet und nun stand ein gelber Ferrari Sergio auf dem Pininfarina-Stand in Genf.
 
Porsche: Trotz dessen, dass alle 918 Exemplare des Porsche 918 Spyder inzwischen ausverkauft sind, brachten die Zuffenhausener den Hybrid-Supersportwagen noch einmal mit nach Genf. Daneben drehten sich der neue Cayman GT4 und der ebenfalls neue 991 GT3 RS mit seinem 500 PS starken Sechszylinder-Boxermotor auf der Messebühne.
 
Radical: Als schnellstes, renntauglichstes Straßenfahrzeug bislang hat Radical in Genf den RXC 500 Turbo vorgestellt. Sein 395 kW/537 PS starker Turbomotor beschleunigt das Coupé in 6,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 Meilen pro Stunde (rund 161 km/h). Die Briten werden mit diesem Fahrzeug einen erneuten Angriff auf die Rundenbestzeit auf der Nüburgring Nordschleife versuchen.
 
Renault: Renault bringt den Clio RS als neues Sondermodell Trophy mit 10% Leistungssteigerung auf den Markt. Zu den 220 Pferdestärken gesellt sich ein serienmäßiges Sportfahrwerk und eine umfangreiche Serienausstattung.
 
Rolls-Royce: Seide, Kirschholz und Perlmutt, auf diese drei Punkte lässt sich der Rolls-Royce Phantom EWB Serenity bringen. Neben einer aufwendigen Lackierung ist vor allem das Interieur im Fond bemerkenswert. Edle, handgewobene Seide ist am Dachhimmel mit umfangreicher Malerei veredelt worden, die einen blühenden Kirschbaum darstellt.
 
RUF: Einst als Porsche-Werkstatt zu Ruhm gekommen ist RUF seit vielen Jahren als Automobilhersteller offiziell anerkannt und zeigt in Genf immer wieder die Neuheiten der Saison. Für 2015 sind dies der CTR3 in auffälliger Hippie-Lackierung zu Ehren des Designers Richard Soderberg, der sowohl die bekannte Hippie-Lackierung am Porsche 917 erschuf als auch an der Gestaltung des CTR3 beteiligt war und letztes Jahr verstorben ist. Daneben standen der neue RtR, der RGT 4.2 und der Turbo Florio im Rampenlicht. Zudem zeigte RUF anhand eines neu erstellten 964 RCT Evo, dass alte Modelle auch heute noch neu bestellt werden können und mit einem ganz frühen 911 Targa die handwerklichen Fähigkeiten der hauseigenen Restaurierungswerkstatt.
 
Scuderia Cameron Glickenhaus: Was tun, wenn genug Geld auf dem Konto liegt, aber das eigene Traumauto nirgends zu finden ist? Selber bauen (lassen)! James "Jim" Glickenhaus ist ein erfolgreicher Investmentbanker aus New York, der bereits durch seine beiden Pininfarina P4/5 auf Ferrari-Basis von sich Reden machte. Nun bringt er sein erstes eigenes Auto, den SCG 003 als Straßen- und Rennversion auf den Markt. Das Rennauto wird er im Sommer vom Teamstandort in Italien auf Achse zum 24-Stunden-Rennen am Nürburgring bringen, dort teilnehmen und nach Möglichkeit anschließend im Fahrzeug wieder zurückreisen.
 
Startech: Startech kümmerte sich ursprünglich einmal um die amerikanischen Produkte der inzwischen getrennten Ehe zwischen Daimler und Chrysler. Inzwischen hat man sich auf britische Fahrzeuge umorientiert und zeigte in Genf ein Designpaket für den Jaguar F-Type.
 
Techart: Das Tuningprogramm von Techart aus Leonberg umfasst das gesamte aktuelle Porsche-Modellprogramm. In Genf wurden Aerodynamikkomponenten für das 991 Turbo S Cabrio sowie den 991 Carrera GTS hinzugefügt.
 
Touring Superleggera: Nachdem in den späten 1960er und frühen 70er Jahren die Kunst der individuellen Karosseriebauer weltweit annähernd ausstarb, gibt es inzwischen doch wieder einige wenige Betriebe, die nach alter Handwerkskunst neue Formen auf bestehende Chassis zuschneidern. Zu ihnen gehört Touring Superleggera aus Mailand, die in exklusiven Kleinserien wunderschöne Fahrzeuge auf die Räder stellen. Während das in Genf erneut gezeigte Mini Superleggera Concept noch nicht den Schritt zur Serie geschafft hat, wird der auf dem Ferrari F12berlinetta basierende Berlinetta Lusso ab sofort in einer Kleinstserie von fünf Exemplaren angeboten.
 
Volkswagen: Die Wolfsburger brachten als Europapremiere den 300 PS starken Golf R Variant mit nach Genf. Auf dieses Modell sind die Amerikaner zurecht neidisch, wurde der Wagen doch bei ihnen vorgestellt, wird in den USA jedoch nicht angeboten. Als Ausblick auf die zweite Generation des Passat CC darf das Sport Coupé Concept GTE verstanden werden. Das viertürige Coupé machte einen guten Eindruck.
 
Zenvo: Aus Dänemark stammt die Sportwagenmarke Zenvo, die mit dem ST1 inzwischen am Markt Fuß gefasst hat. Die ersten sechs Exemplare sind inzwischen weltweit ausgeliefert worden. Mit seinen 1.104 PS braucht sich der Däne keinesfalls vor seinen Mitbewerbern zu verstecken.




Fotograf: Matthias Kierse
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